Nachdenken


„Immer ist die wichtigste Stunde die gegenwärtige; immer ist der wichtigste Mensch, der dir gerade gegenüber steht; immer ist die wichtigste Tat die Liebe.
Meister Eckhart, Mystiker, Dominikaner

„Alle Liebe dieser Welt ist auf Eigenliebe gebaut.“   
Meister Eckhart

„Mit reiner Liebe lieben, heißt in den Abstand einwilligen“   
Simone Weil, Mystikerin, Philosophin

"Das Heilige im Menschen ist das unpersönliche in ihm.“
Simone Weil 

„Wir alle müssen Einzelne werden.“    
Soeren Kierkegaard, Philosoph, Theologe

„Auf die Suche nach sich selbst zu gehen, heißt in die Einsamkeit gehen“.
Teresa von Avila, Karmelitin OCD

„Wir müssen in die Schule der Einsamkeit eintreten, das heißt, wir müssen der Versuchung widerstehen, andere auf uns selbst und unsere Bedürfnisse zu reduzieren; wir müssen jedem zugestehen, er selbst zu sein, in seiner Einzigartigkeit.“ 
Soeren Kierkegaard

„Wenn ich bei Dir bin, bin ich auch bei mir. 
Und ich bin nicht bei mir, wenn ich nicht bei Dir bin“.
Wilhelm von Saint Thierry, Cistercienser

„Liebe und tu was du willst“.   
Augustinus, Mystiker, Kirchenlehrer

„Im Licht sind Finsternisse und je stärker das Licht ist, desto stärker sind die  Finsternisse. Finsternisse entstehen aus zwei Ursachen: entweder aus Mangel an Licht oder aus einer Überfülle des Lichts“.
Isaak von Stella, Cistercienser

„Wenn ein Mensch tausend Todsünden begangen hätte,  und es wäre ein solcher Mensch in rechter Verfassung,  so dürfte er nicht wünschen, er hätte sie nicht begangen“.
Meister Eckhart

„Man muss sich von sich selbst nicht alles gefallen lassen …“ . 
Viktor Frankl, Psychiater, Begründer der Logotherapie / Existenzanalyse  
(sinnzentrierte Psychotherapie)
„Der Tod ist eine optische Täuschung“   
Albert Einstein

 

„ ...Und darum bin ich ungeboren, und nach der Weise meiner Ungeborenheit kann ich niemals sterben. Nach der Weise meiner Ungeborenheit bin ich ewig gewesen und bin ich jetzt und werde ich ewiglich bleiben“.
Meister Eckhart

„Das Universum ist Veränderung, unser Leben aber ist das,  was unsere Gedanken daraus machen“.
Marc Aurel 
„Wenige wissen, wie viel man wissen muss, um zu wissen,  wie wenig man weiß“  
Sokrates

„What ever is is right“.   
G.F. Händel

„In dir muss brennen, was du in anderen entzünden willst“.  
Augustinus
„Das Gebet ist die Abwesenheit jeglicher Gedanken“.   
Evagrios Pontikos, Mönch, geb.345
“Gebet heißt nichts anderes als das Herausgehen aus der sichtbaren   in die unsichtbare Welt.“
Johannes Klimakos, Mönch ,vor 579

„Als mein Gebet immer andächtiger wurde, da hatte ich immer weniger  
zu sagen. Zuletzt wurde ich ganz still. Ich wurde, was noch ein größerer Gegensatz zum Reden ist, ich wurde zum Hörer.  Ich meinte erst, Beten sei Reden. Ich lernte, dass Beten nicht bloß Schweigen ist, sondern Hören. So ist es: Beten heißt nicht, sich selbst reden zu hören. Beten heißt: still werden und still sein und warten…“  

Soeren Kierkegaard 

"Die Idee sitzt gleichsam als Brille auf unserer Nase und was wir ansehen, sehen wir durch sie. Wir kommen gar nicht auf den Gedanken, sie abzunehmen.“   
Ludwig Wittgenstein, Philosoph

„Alles was du von Gott denkst, und sagst, das bist du mehr selber als er.“ 
Meister Eckhart

„Gott liebt die Seelen, nicht das äußere Werk.“ 
Meister Eckhart

"Was du liebst, lass frei. Kommt es zurück, gehört es dir für immer“.  
Konfuzius, chinesischer Philosoph

„Ich habe meinen Gott mit dem Auge meines Herzens gesehen.
 Da sagte ich: Wer bist du?   Er sagte: Ich bin Du.“
Husain al-Halladsch, islamischer Mystiker

"Der Liebende klopft an die Tür der Geliebten und sie fragt: »Wer da?“  
Er antwortet: »Ich bin es!« und sie schickt ihn wieder fort. Ein Jahr später, nach einer langen Reise voller Leiden und Sehnsucht,  hat er wieder den Mut, bei ihr anzuklopfen. Wieder fragt sie: »Wer da?« Und diesmal antwortet er: »Du bist es!« 
Da lässt sie ihn ein.“ 
Dschalal-Ed-Din Rumi, islamischer Mystiker

„Gott ist ein Kreis, dessen Umkreis nirgends und dessen Mittelpunkt  überall ist“.
Aus: „Was ist Gott ? Das Buch der 24 Philosophen „

"Das Auge, in dem ich Gott sehe, das ist dasselbe Auge, in dem Gott  mich sieht. Gottes Auge und mein Auge ist ein Auge“.
Meister Eckhart

„Achte auf deine Gedanken, denn sie werden Worte.
Achte auf deine Worte, denn sie werden Handlungen.
Achte auf deine Handlungen, denn sie werden Gewohnheiten.
Achte auf deine Gewohnheiten, denn sie werden dein Charakter.
Achte auf deinen Charakter, denn er wird dein Schicksal“.  
Aus dem Talmud

„Die Stille ist nicht auf den Gipfeln der Berge, der Lärm ist nicht auf  den Märkten der Städte; beides ist in den Herzen der Menschen“.
Aus dem Hinduismus, Indien

„Still sitzen. Nichts Tun. Der Frühling kommt. Das Gras wächst.“   
Aus dem Zen-Buddhismus

  "Nichts in der Welt ist weicher und schwächer als Wasser, und doch gibt es nichts, das wie Wasser Starres und Hartes bezwingt. Unabänderlich strömt es nach seiner Art. Daß Schwaches über Starkes siegt, Starres Geschmeidigem unterliegt, wer wüsste das nicht? Doch wer handelt danach?“
Laotse , aus dem Taoismus

„Um die gänzliche Ablösung von allem Einengendem zu erreichen genügt  
das Unglück nicht. Hierzu bedarf es eines Unglücks ohne Tröstung.  
Man darf keinen Trost haben. Keinen vorstellbaren Trost.  Dann steigt die unaussprechliche Tröstung hernieder".
Simone Weil

„Alle Kreaturen sind ein reines Nichts: ich sage nicht, dass sie etwas Geringes oder (überhaupt) etwas sind; sondern dass sie ein reines Nichts sind.“
Meister Eckhart (aus: Deutsche Predigten und Traktate, Diogenes Verlag)
Coincidentia oppositorum (lateinisch; „Zusammenfall der Gegensätze“) ist ein zentraler Begriff im Denken des Philosophen und Theologen Nikolaus von Kues
(Cusanus).

„Die Schwärze respektive der unbewusste Zustand, der sich aus der Vereinigung der Gegensätze ergab, erreicht einen Tief- und zugleich Wendepunkt. ... Der Abstieg in ein immer tieferes Unbewusstes geht über in eine Erhellung von oben. Indem nämlich die Seele infolge des Todes entschwand, ging sie nicht verloren, sondern bildete den lebendigen Gegenpol im Jenseits zum Todeszustand des Diesseits ... Die vorausgehende Vereinigung der Gegensätze hat es bewirkt, dass zum Dunkel sich auch das Licht gesellt, das ja, wie immer, aus der Nacht hervorgeht. In diesem Licht wird dann sichtbar werden, was mit der Gegensatzvereinigung eigentlich gemeint war”.
[ C.G. Jung,   1946c, §   493 ] .
„Nur wer den einen Pol der Ungesichertheit und Haltlosigkeit des Nichts in der dunklen Nacht ganz durchlebt und durchlitten hat, wird so leer und frei von jeder unzulänglichen Vorstellung und damit so radikal aufnahmefähig, dass er den gegensätzlichen Pol der Wirklichkeit Gottes in seinem Innern erfahren kann - wer in die Wurzeln und Abgründe seines Menschseins bis in das tiefste Dunkel des Nichts hinabzusteigen wagt, wird dort Gott als der alles umfassenden Liebe,  
die die Fülle des Alles eröffnet, begegnen und die Einheit dieser zunächst als Gegensätze wahrgenommenen Wirklichkeiten erfahren.“ 
”Das Nichts ist so lange gültig, wie der Fortschreitende nicht die Mitte des eigenen Wesens als Ort Gottes erkannt hat ...  Die Nichts-Forderung erschließt erst die wahre Sammlung, das wahre Eine und das Alles, das Gott ist”.
[ Meier, 1982, p 124].  
„Nur in der größtmöglichen inneren Losgelöstheit der dunklen Nacht , ”tief in versenktem Raume” [C 26], womit der letzte Grad, die innigste Weise der an nichts mehr hängenden und fixierten Liebe gemeint ist [vgl. C 26, 3], erfährt der Mensch die Liebesvereinigung, in der Gott sich ihm so hingibt, dass es keine Mutterliebe gibt, die das Kind so innig umkost, keine Geschwisterliebe, keine Freundschaft, die damit vergleichbar wäre….“.  
(Aus: G. Benker OCarm: „ C.G. Jung und J. v. Kreuz“ )

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PRAXIS für Logotherapie - Existenzanalyse / Psychotherapie (HeilprG) und Spiritualität

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